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 Was gilt in Sachen Wein, Piktogramme und Kreuzkontaminationen

Wie wir aus zahl­rei­chen Tele­fo­na­ten, E‑Mails und Fra­gen von Semi­nar­teil­neh­mern zum The­ma All­er­gen­kenn­zeich­nung wis­sen, stel­len sich in der prak­ti­schen Umset­zung der seit Dezem­ber gel­ten­den neu­en Rege­lun­gen nach wie vor ver­schie­dens­te Fra­gen. Des­halb möch­ten wir Ihnen heu­te exem­pla­risch noch ein­mal drei der häu­figs­ten Fra­gen auch hier in beant­wor­ten.

1. Muss eine Aller­gen­in­for­ma­ti­on/-kenn­zeich­nung durch den Gastronom/Hotelier auch bei offe­nen Wei­nen und/oder Fla­schen­wei­nen erfol­gen?

  • Da auch Geträn­ke unter den Lebens­mit­tel­be­griff fal­len, müs­sen auch bei die­sen All­er­ge­ne aus­ge­wie­sen wer­den (z. B. in Ihrer sepa­ra­ten All­er­gi­ker­spei­se­kar­te). Dies gilt nach der vor­läu­fi­gen deut­schen Ver­ord­nung ins­be­son­de­re für den offe­nen Aus­schank von Wein-Erzeug­nis­sen (u. a. Wein, Likör­wein, Schaum­wein etc.).
  • Bei Fla­schen­wei­nen ist eine Infor­ma­ti­on in der Spei­se- bzw. Getränkekarte/separaten All­er­gi­ker­spei­se­kar­te ent­behr­lich, solan­ge dem Gast die Fla­sche mit ihren Infor­ma­tio­nen vor­her zugäng­lich ist. Dies dürf­te z. B. beim Dekan­tie­ren des Wei­nes am Tisch sowie beim anschlie­ßen­den Belas­sen der Fla­sche am Tisch des Gas­tes oder in des­sen greif­ba­rer Nähe übli­cher­wei­se der Fall sein.

2. Darf die Anga­be der All­er­ge­ne auch mit Hil­fe von Bil­dern bzw. Pik­to­gram­men und Sym­bo­len erfol­gen?

  • Die Anga­ben sind laut euro­päi­scher Ver­ord­nung grund­sätz­lich in Wor­ten und Zah­len zu machen. Eine Ver­an­schau­li­chung der Infor­ma­tio­nen mit Hil­fe von Pik­to­gram­men und Sym­bo­len ist nur zusätz­lich mög­lich. Wor­te und Zah­len dür­fen nicht ersetzt, son­dern ledig­lich ergänzt wer­den. Außer­dem dür­fen Pik­to­gram­me und Sym­bo­le die Wor­te und Zah­len nicht ver­de­cken.

3. Muss ich mei­ne Gäs­te auch auf sog. Kreuz­kon­ta­mi­na­tio­nen hin­wei­sen?

  • Nach der euro­päi­schen Ver­ord­nung besteht kei­ne Pflicht zur Infor­ma­ti­on über Kreuz­kon­ta­mi­na­tio­nen. Die Ver­ord­nung regelt nur die Anga­be von Zuta­ten, also sol­cher Lebens­mit­tel, die wis­sent­lich und wil­lent­lich ver­wen­det wur­den.
    Im Sin­ne eines vor­beu­gen­den betrieb­li­chen All­er­gen-Manage­ments (Gewäh­rung von Lebens­mit­tel­si­cher­heit; Pro­dukt­haf­tung) sind Hin­wei­se zu Kreuz­kon­ta­mi­na­tio­nen („Kann Spu­ren von … ent­hal­ten.“) den­noch rat­sam.
    Bei einem sol­chen Hin­weis muss aller­dings dar­auf geach­tet wer­den, dass nur die tat­säch­lich im Betrieb ver­wen­de­ten Lebens­mit­tel benannt wer­den. Das pau­scha­le Benen­nen aller All­er­ge­ne kann eine unzu­läs­si­ge Irre­füh­rung des Gas­tes dar­stel­len.

Zahl­rei­che wei­te­re Infor­ma­tio­nen und Pra­xis­hil­fen rund um die Umset­zung der neu­en Rege­lun­gen zur All­er­gen­kenn­zeich­nung fin­den Sie im DEHOGA Shop unter http://www.dehoga-shop.de/.

 

Quel­le: DEHOGA-Bundesverband.de