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Als ers­ter Unter­neh­mer­ver­band nimmt der DEHOGA Sach­sen-Anhalt die Akqui­se von Lehr­lin­gen jetzt selbst in die Hand.
azubiAlle reden von Fach­kräf­te­man­gel und eben­so so vie­le reden auch über euro­päi­sche Kräf­te, die nach Deutsch­land kom­men sol­len. Immer­hin liegt die Jugend­ar­beits­lo­sig­keit allein in Spa­ni­en bei über 53 %. Doch tat­säch­lich wagen allen­falls ein paar Aka­de­mi­ker den Sprung über die Län­der­gren­zen wäh­rend die Mehr­zahl der deut­schen Unter­neh­men gar kei­ne Aka­de­mi­ker son­dern berufs­er­fah­re­ne Gesel­len oder Meis­ter sucht. Die­se las­sen sich aller­dings in Euro­pa gar nicht fin­den, weil das dua­le Berufs­aus­bil­dungs­sys­tem in ihrer Kom­bi­na­ti­on „Aus­bil­dungs­be­trieb-Berufs­schu­le-Kam­mer­prü­fung” welt­weit ein­zig­ar­tig nur im deutsch­spra­chi­gen Kul­tur­raum existiert.„Wir hören stets die Mär vom deut­schen >Export­schla­ger Berufs­aus­bil­dung< aber nie­mand ver­mark­tet sie in der Welt,” empört sich DEHO­GA-Prä­si­dent Frank Doe­pel­heu­er, „wenn jedoch nie­mand weiß, wie wir in unse­ren Betrie­ben jun­ge Men­schen aus­bil­den und damit gan­ze Genera­tio­nen vor der Arbeits­lo­sig­keit schüt­zen, dann kommt auch kei­ner.

 

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Der DEHOGA Sach­sen-Anhalt hat des­halb eine eige­ne Initia­ti­ve in enger Zusam­men­ar­beit mit der HWBR Hotel­schu­le Ros­tock, die zugleich auch offi­zi­el­ler Betrei­ber der DEHOGA Fach­aka­de­mie Sach­sen-Anhalt ist, sowie über 15 euro­päi­schen Arbeits­ver­mitt­lungs­agen­tu­ren gestar­tet.

Deutsch­kennt­nis­se müs­sen die Bewer­ber sowie­so mit­brin­gen, sonst laden wir sie gar nicht erst nach Deutsch­land ein,” stellt Peter L. Peder­sen, Geschäfts­füh­rer der HWBR Hotel­schu­le Ros­tock, fest, „wir dür­fen jedoch nicht ver­ges­sen, dass die jun­gen Leu­te in ganz ande­ren Kul­tur­krei­sen mit ande­ren Geset­zen und Lebens­la­gen auf­ge­wach­sen sind. Die­ses feh­len­de Wis­sen ver­mit­teln wir in unse­ren spe­zi­el­len Inte­gra­ti­ons­kur­sen, bevor sie ihre Leh­re in Deutsch­land begin­nen.” Dafür drü­cken die EU-Azu­bis vier Wochen lang in Mag­de­burg und Ros­tock die Schul­bank, um dar­auf­hin ein 8- bis 12-wöchi­ges Prak­ti­kum in ihrem künf­ti­gen Aus­bil­dungs­be­trieb zu absol­vie­ren. Erst danach ent­schei­den sich Unter­neh­men und Bewer­ber end­gül­tig, ob sie mit­ein­an­der einen drei­jäh­ri­gen Lehr­ver­trag ein­ge­hen wer­den.

 

europa „Fast zwei Jah­re lang haben wir an der Ent­wick­lung unse­res Modells gear­bei­tet und kön­nen jetzt sagen, dass es rund ist,” stellt HWBR-Chef Peter L. Peder­sen zufrie­den fest und Frank Doe­pel­heu­er ergänzt: „was jetzt die mit­tel­stän­di­schen Unter­neh­men ler­nen müs­sen ist, dass Akqui­se und Aus­bil­dung jun­ger Euro­pä­er Geld kos­tet. Wer nicht bereit ist in sei­nen eige­nen Nach­wuchs zu inves­tie­ren, wird künf­tig ohne Lehr­lin­ge aus­kom­men müssen.„Insgesamt wer­den sich die Kos­ten für jeden erfolg­reich ein­ge­stell­ten Aus­zu­bil­den­den auf ca. 2.000 €. Dafür steht der Bewer­ber aller­dings auch zwei Mona­te für ein Betriebs­prak­ti­kum zur Ver­fü­gung. „Wer nüch­tern kal­ku­liert, wird schnell fest­stel­len, dass sich das für den Betrieb her­vor­ra­gend rech­net,” so Peder­sen, „immer­hin ste­hen dafür auch EU-Azu­bis mit Abitur zur Ver­fü­gung und wel­che Betrieb hat das in den letz­ten Jah­ren noch erlebt?” Alle wei­te­ren Mehr­auf­wen­dun­gen für Rei­se­kos­ten, Sprach­kur­se, Unter­för­de­rung und Berufs­schul­nach­hil­fe kön­nen über das neue För­der­pro­gramm Mobi­pro-EU geför­dert wer­den, für das der DEHOGA Sach­sen-Anhalt gemein­sam mit der HWBR Hotel­schu­le Ros­tock das Kon­zept ent­wi­ckelt hat.”

Der DEHOGA Lan­des­ver­band Sach­sen-Anhalt möch­te sich dabei nicht nur als Bran­chen-Lob­by­ist ver­stan­den wis­sen son­dern steht mit die­sem Pro­jekt allen inter­es­sier­ten Unter­neh­men aller Bran­chen zur Ver­fü­gung. „Wir sind in ers­ter Linie Unter­neh­mer, was uns bran­chen­über­grei­fend ver­bin­det. Und wir haben die Visi­on unse­ren euro­päi­schen Part­nern in der Bekämp­fung ihrer Jugend­ar­beits­lo­sig­keit zu hel­fen und zugleich einen Teil unse­rer eige­nen Auf­ga­ben zu lösen,” so Doe­pel­heu­er, „in die­sem Sin­ne lade ich alle Unter­neh­mer ein, sich aktiv an unse­rem Pro­jekt „EU-Azu­bis für Deutsch­land” zu betei­li­gen. Je mehr Lehr­stel­len wir euro­pa­weit aus­schrei­ben, des­to grö­ßer sind die Chan­cen auch gehört zu wer­den.”

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen ertei­len wir ger­ne tele­fo­nisch unter 0391/5617193, Email magdeburg@dehoga-sachsen-anhalt.de

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