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Im Gegen­satz zu ande­ren Bran­chen wur­de unse­rer Bran­che bei der Bun­des­pres­se­kon­fe­renz auch wei­ter­hin die Mög­lich­keit einer Öff­nung ver­wehrt, sogar in den Ent­schei­dun­gen über­haupt nicht mit ein­be­zo­gen. In der Pres­se­kon­fe­renz am 16. April 2020 der Lan­des­re­gie­rung konn­ten wir den Wor­ten von Frau Grimm-Ben­ne ent­neh­men, dass in unse­rem Bun­des­land über eine Öff­nung unter Ein­hal­tung der in der 2. Ver­ord­nung fest­ge­hal­te­nen Vor­aus­set­zun­gen am 30.04.2020 bera­ten wird.

Eine Bran­che, die als ers­tes geschlos­sen wur­de und nun an letz­ter Stel­le einer mög­li­chen Öff­nung in Betracht kommt. Allei­ne die­se 2 Tat­sa­chen ver­deut­li­chen den wirt­schaft­li­chen Ein­schnitt. Wir wei­sen an die­ser Stel­le expli­zit dar­auf hin, dass durch die­se Ent­schei­dung auch Zulie­fe­rer (wie z.Bsp. Bäcker, Flei­scher, regio­na­le Lie­fe­ran­ten, Groß­han­del und vie­le mehr) extrem mit betrof­fen sein wer­den.

Kein Unter­neh­mer kann auf eine solan­ge Zeit die­se enor­men Umsatz­aus­fäl­le kom­pen­sie­ren, zumal die­se Aus­fäl­le in unse­rer Bran­che oft­mals bei 100 % lie­gen und unver­schul­det sind.

Des Wei­te­ren möch­ten wir dar­auf hin­wei­sen, dass es hier eine Bran­che trifft, die tag­täg­lich mit Hygie­ne­an­for­de­run­gen arbei­tet und durch­aus Hygie­ne­plä­ne umsetz­bar gestal­ten kann, selbst­ver­ständ­lich mit Sen­si­bi­li­tät auf die Gesamt­si­tua­ti­on. Bezo­gen hier­auf und unter Berück­sich­ti­gung der ver­schie­de­nen Betriebs­ty­pen hät­te eine mög­li­che ein­ge­schränk­te Öff­nung kom­men kön­nen und müs­sen!

Auch die Her­aus­for­de­run­gen für die Arbeit­neh­mer stei­gen mit der getrof­fe­nen Hand­ha­bung extrem. Weder ist klar wie lan­ge sie in Kurz­ar­beit ver­wei­len müs­sen, noch rei­chen 60%/67% dau­er­haft aus, um den Lebens­un­ter­halt zu bestrei­ten. Dies wird sich auch auf die gesam­te Bran­che dau­er­haft aus­wir­ken und den (Fach-)Kräftemangel ver­stär­ken. 

Mit dem „Durstar­ten“ der ande­ren Bran­chen, wer­den die Mit­ar­bei­ter in die­se aus­wei­chen, um wie­der Sta­bi­li­tät für sich zu erzie­len. Wie sol­len Aus­zu­bil­den­de der­zeit aus­ge­bil­det wer­den, wenn „Das Arbei­ten am Gast“ die Grund­la­gen ist?!

Hier for­dern wir, das Kurz­ar­bei­ter­geld auf min­des­tens 80 % hoch­zu­set­zen und eben­so für Aus­zu­bil­den­de dies zu ermög­li­chen ab dem ers­ten Tag unter der Berück­sich­ti­gung, dass der Betrieb die Dif­fe­renz für den Aus­zu­bil­den­den auf 100 % bezahlt, damit der Lebens­all­tag der jun­gen Men­schen gewähr­leis­tet ist.

Da abseh­bar ist, dass kei­ne zeit­na­he Rück­kehr in die Nor­ma­li­tät statt­fin­den wird, die Öff­nun­gen mit Ein­schrän­kun­gen ein­her­ge­hen wer­den, wird es auf lan­ge Sicht nicht mög­lich sein, die lau­fen­den Kos­ten aus den redu­zier­ten Ein­nah­men zu decken, sowie auf­ge­nom­me­ne Kre­di­te zu til­gen. Daher ist es aus unse­rer Sicht not­wen­dig die Mehr­wert­steu­er ein­heit­lich in der Gas­tro­no­mie dau­er­haft auf 7 % für Spei­sen zu sen­ken!

Des Wei­te­ren ist ein Ret­tungs- und Ent­schä­di­gungs­fonds not­wen­dig! Die­ser muss unein­ge­schränkt allen Betrie­ben zugäng­lich sein! Eine hohe Ver­schul­dung die­ser Bran­che darf nicht wei­ter­hin ent­ste­hen, da die­se durch Über­schul­dun­gen zu dau­er­haf­ten Schlie­ßun­gen füh­ren wer­den! Schlie­ßun­gen in einer Bran­che, die die Grund­la­ge des Gesamt­tou­ris­mus darstellt!Wir sind uns der Ver­ant­wor­tung der Regie­rung sowohl aus gesund­heit­li­cher als auch aus wirt­schaft­li­cher Sicht gegen­über der Bevöl­ke­rung im Kla­ren und bie­ten unse­re Unter­stüt­zung bei der geord­ne­ten Wie­der­auf­nah­me der Tätig­kei­ten inner­halb der Gast­ge­ber Sach­sen-Anhalts an! Auch unse­re Betrie­be sind sich der gro­ßen Ver­ant­wor­tung bewusst und wer­den Hygie­ne­plä­ne erstel­len und gewis­sen­haft umset­zen!