Magdeburg

Lie­be Gast­ge­ber Sach­sen-Anhalts,

der Zusam­men­halt liegt uns sehr am Her­zen, daher kön­nen sich sehr gern Gast­ge­ber unse­res Bun­des­lan­des mit Ihren Fra­gen telefonisch(0391 56 171 93) oder per Mail (info@dehoga-sachsen-anhalt.de) an uns wen­den. Die Erreich­bar­keit sowohl tele­fo­nisch als auch per E‑Mail ist auch außer­halb der Büro­zei­ten gewähr­leis­tet!

Infor­ma­ti­ons­dienst

Hand­lungs­emp­feh­lun­gen (Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um, IHK Halle/Dessau, IHK Mag­de­burg und DEHOGA Sach­sen-Anahlt e.V.)

Aktuelles

Checklisten, Aushänge, FAQ, Muster (Stand 29.05.2020)

Gäs­te­re­gis­trie­rung nach Lan­des­da­ten­schutz­be­hör­de

Informationen zum Verdienstausfall bedingt durch Krankheit

Bei einem Ver­dienst­aus­fall bedingt durch Krank­hei­ten kön­nen Betrof­fe­ne einen Antrag auf Erstat­tung (Ver­dienst­aus­fall­ent­schä­di­gung nach Para­graf 56 Infek­ti­ons­schutz­ge­setz) stel­len. Den Antrag kön­nen Arbeit­neh­mer, Selbst­stän­di­ge und Arbeit­ge­ber für ihre Arbeit­neh­mer stel­len.

Wei­ter unter: 

https://lvwa.sachsen-anhalt.de/das-lvwa/gesundheitswesen-pharmazie/bereich-gesundheitswesen-zuwendungen-recht/informationen-zum-verdienstausfall/

Übersicht der aktuellen Beschränkungen für das Gastgewerbe in Sachsen-Anhalt

Nach­fol­gend fin­den Sie eine Über­sicht über die aktu­el­len Beschrän­kun­gen und Rege­lun­gen für das Gast­ge­wer­be. Wir wei­sen aus­drück­lich dar­auf hin, dass bei Ver­stö­ßen gemäß Infek­ti­ons­schutz­ge­setz Buß­gel­der bis zu 25.000 €, Geld­stra­fe oder Frei­heits­stra­fe bis zu fünf Jah­ren dro­hen kön­nen.

Beschrän­kun­gen gemäß der Ver­ord­nung vom 26.05.2020:

  • Zu befol­gen bis 27.05.2020.

Wich­tigs­te Key­fac­ts für das Wie­der­hoch­fah­ren des Gast­ge­wer­bes in Sach­sen-Anhalt:

  • Gül­tig­keit der neu­en Vor­ga­ben für das Wie­der­hoch­fah­ren für die­Gas­tro­no­mie ab 28.05.2020 bis 01.07.2020. Gilt für Gast­stät­ten im Sin­ne des Gast­stät­ten­ge­set­zes des Lan­des Sach­sen-Anhalt und Beher­ber­gungs­be­trie­be. Clubs, Dis­ko­the­ken und ver­gleich­ba­re Ein­rich­tun­gen blei­ben geschlos­sen.

Vor­ga­ben für Ver­an­stal­tung:

  • pri­va­te Fei­ern im Familien‑, Freun­des- und Bekann­ten­kreis aus beson­de­ren per­sön­li­chen Anläs­sen wie z. B. Hoch­zeit, Trau­er­fall, Geburts­tag, Ein­schu­lung, Schul­ab­schluss, Zeug­nis­über­ga­be oder Ein­tritt in den Ruhe­stand dür­fen zuhau­se mit 20 Per­so­nen unter Ein­hal­tung der Kon­takt­be­schrän­kun­gen statt­fin­den
  • aber: bei fach­kun­dig orga­ni­sier­ten Ver­an­stal­tun­gen ( Ver­an­stal­tun­gen im Restau­rant, Ver­an­stal­tungs­räu­men und Hotels durch einen Gast­ge­ber aus­ge­rich­tet) ist die Zahl auf 100 Teil­neh­mern (ab 1.7.2020 250 Per­so­nen) begrenzt unter Ein­hal­tung der Hygie­ne­vor­schrif­ten und Abstands­re­ge­lu­n­egn
  • Tan­zen ist erlaubt, jedoch nur Per­so­nen des eige­nen oder maxi­mal eines wei­te­ren Haus­stan­des und mit nahen Ange­hö­ri­gen und deren Ehe- und Lebens­part­nern. Nahe Ange­hö­ri­ge meint auch hier Kin­der, Eltern und (Ur-) Groß­el­tern, Geschwis­tern, Nich­ten, Nef­fen, Tan­ten und Onkeln. Hin­zu kom­men jeweils deren Part­ne­rin­nen oder Part­ner in ehe­li­cher oder ehe­ähn­li­cher Lebens­ge­mein­schaft
  • Buf­fets sind als Bedien­buf­fets gestat­tet (KEINE Selbst­be­die­nung)
  • Tische kön­nen wie auch in Gast­stät­ten besetzt wer­den. (sie­he unten) Per­so­nen­grup­pen an einem Tisch soll­ten sich ken­nen. Arbeits­kol­le­gen und/oder Freun­de sind meist unter­schied­li­che Per­so­nen­grup­pen und kom­men somit „unfrei­wil­lig“ zusam­men
  • es gibt kei­ne Begren­zung
  • Tischdeko/Blumenschmuck ist bei Ver­an­stal­tun­gen gestat­ten, da die sel­be Deko/der sel­be Blu­men­schmuck nicht unmit­tel­bar wei­te­ren Per­so­nen als Kon­takt­flä­che dient.

Vor­ga­ben für die Öff­nung der Gas­tro­no­mie:

  • Publi­kums­ver­kehr nur an Tischen.
  • Abstand von 1,5 Metern zu den Gäs­ten an ande­ren Tischen muss gewähr­leis­tet sein. Es dür­fen höchs­tens 10 Per­so­nen an einem Tisch sit­zen. Dies gilt nicht für Zusam­men­künf­te mit Ange­hö­ri­gen des eige­nen Haus­stan­des sowie mit in gera­der Linie ver­wand­ten Per­so­nen.
  • Mas­ken­pflicht für die jeweils dienst­leis­ten­de Per­son. Kei­ne Mas­ken­pflicht für Gäs­te.
  • Regis­trie­rung von Gäs­teda­ten ver­pflich­tend. Die Anwe­sen­heits­lis­te muss min­des­tens fol­gen­de Daten umfas­sen: Vor- und Fami­li­en­na­me, voll­stän­di­ge Anschrift und Tele­fon­num­mer, Tisch­num­mer und Uhr­zeit. Auf­be­wah­rungs­frist: 4 Wochen nach Auf­ent­halt. Spä­tes­tens 2 Mona­te nach Ende des Auf­ent­halts sind die Daten zu löschen.
  • Kei­ne Reser­vie­rungs­pflicht.
  • Aus­hang­pflicht von Gäs­te­in­for­ma­ti­on bzw. Vor­la­gen am Tisch und bei der Begrü­ßung.
  • Buf­fets sind als Bedien­buf­fets gestat­tet (KEINE Selbst­be­die­nung)
  • Kei­ne ein­ge­schränk­ten Öff­nungs­zei­ten.
  • Details erge­ben sich aus der oben ver­link­ten Ver­ord­nung.

Vor­ga­ben für die Öff­nung von Beher­ber­gungs­be­trie­ben:

  • Beher­ber­gung von Per­so­nen mit Haupt­wohn­sitz in Deutsch­land oder Ein­rei­sen­den aus einem Staat der Staa­ten­grup­pe nach § 1 Abs. 4 der SARS-CoV-2-Qua­ran­tä­ne-ver­ord­nung vom 9. April 2020 zu tou­ris­ti­schen Zwe­cken zuläs­sig.
  • Beach­tung der Hygie­ne­vor­schrif­ten.
  • Erfas­sung der Gäs­te in Anwe­sen­heits­lis­te bei Betre­ten der Ein­rich­tung
  • Die Unter­kunft muss vor einer Wei­ter­ver­mie­tung von der Ver­mie­te­rin oder dem Ver­mie­ter gründ­lich gerei­nigt wer­den; Art und Umfang der Rei­ni­gung ist in einem Rei­ni­gungs­pro­to­koll zu doku­men­tie­ren und vier Wochen auf­zu­be­wah­ren.

Recht­li­cher Hin­weis: Trotz sorg­fäl­ti­ger inhalt­li­cher Kon­trol­le über­neh­men wir kei­ne Haf­tung für die Rich­tig­keit, Voll­stän­dig­keit und Aktua­li­tät der Fra­gen und Ant­wor­ten. Sie sol­len gast­ge­werb­li­chen Betrie­ben als eine ers­te Hil­fe­stel­lung die­nen und sen­si­bi­li­sie­ren. Die Ant­wor­ten auf die Fra­gen stel­len jedoch kei­ne Rechts­be­ra­tung dar und ver­mö­gen eine Rechts­be­ra­tung durch einen Rechts­an­walt im Ein­zel­fall auch nicht zu erset­zen. Auch kön­nen die Ant­wor­ten zu medi­zi­ni­schen Fra­gen und mög­li­chen Aus­wir­kun­gen kei­ne Bera­tung durch einen Fach­arzt oder die zustän­di­gen Fach­be­hör­den erset­zen.

Die Lan­des­re­gie­rung hat ein­schnei­den­de Maß­nah­men beschlos­sen, um die Aus­brei­tung des Coro­na-Virus ein­zu­däm­men. Nach­ste­hen­de fin­den Sie alle Links zu den aktu­el­len Ver­ord­nun­gen.

Sepa­ra­te Anwei­sun­gen der Land­krei­se sind zu fol­gen.

https://www.sachsen-anhalt.de/fileadmin/Bibliothek/Politik_und_Verwaltung/StK/STK/Startseite_pdf_Dokumente/Korrektur_PM_Corona.pdf

https://www.sachsen-anhalt.de/fileadmin/Bibliothek/Politik_und_Verwaltung/StK/STK/Startseite_pdf_Dokumente/Verordnung_unterschrieben.pdf

https://www.sachsen-anhalt.de/fileadmin/Bibliothek/Politik_und_Verwaltung/StK/STK/Startseite_pdf_Dokumente/Verordnung_Begruendung.pdf

Pres­se­mel­dung oder Pres­se­mit­tei­lung als gefal­te­te Zei­tung auf einem Tisch
©Robert Kneschke – stock.adobe.com

Pressemitteilung 05. März 2020 — Wirtschaftliche Auswirkungen des Corona-Virus im Gastgewerbe

Wirt­schaft­li­che Aus­wir­kun­gen des Coro­na-Virus im Gast­ge­wer­be Bezüg­lich der Bericht­erstat­tun­gen über das „Coro­na-Virus“ sieht Micha­el Schmidt, Prä­si­dent des DEHOGA Sach­sen-Anhalt e.V., den Aus­wir­kun­gen mit gro­ßer Sor­ge ent­ge­gen.

Immer mehr Mit­glieds­un­ter­neh­men berich­ten über eine Flut an Stor­nie­run­gen. Die Grün­de dafür sind viel­fäl­tig. Der Aus­fall von
Mes­sen, so zum Bei­spiel der Buch­mes­se in Leip­zig, aber auch Absa­gen von Gro­ße­vents, Stor­nie­run­gen von Über­nach­tun­gen inter­na­tio­na­ler Fir­men bis hin zu Stor­nie­run­gen von Fami­li­en­fei­ern und Abflau­en des all­täg­li­chen á‑la-car­te-Geschäfts.

Dies wirkt sich auf die Hotel­aus­las­tung unse­rer Mit­glieds­be­trie­be aus, was auch zur Fol­ge hat, dass der Umsatz im gas­tro­no­mi­schen Bereich ein­bricht. Vie­le Unter­neh­mer wis­sen schon jetzt nicht, wie sie ihr Per­so­nal finan­zie­ren sol­len, stel­len not­wen­di­ge Inves­ti­tio­nen und Sanie­run­gen im Unter­neh­men aus finan­zi­el­ler Sicht in Fra­ge.

Es müs­sen nun zeit­nah Akti­vi­tä­ten unter­nom­men wer­den, die dem Tou­ris­mus und somit der Hotel­le­rie und Gas­tro­no­mie vom Nut­zen sind. Zum Bei­spiel müs­sen neue Mar­ke­ting­stra­te­gi­en, Lösun­gen von Liqui­di­täts­eng­päs­sen oder ein zuge­schnit­te­nes Inves­ti­ti­ons­pa­ket gefun­den wer­den.

Die end­gül­ti­gen Aus­wir­kun­gen sind der­zeit noch nicht bekannt, jedoch weist der Lan­des­ver­band DEHO­GA-Sach­sen-Anhalt e.V. bereits heu­te ein­dring­lich auf die der­zei­tig schwie­ri­ge Situa­ti­on inner­halb der Bran­che hin und for­dert Unter­stüt­zung sei­tens der Lan­des­po­li­tik.

Hier­zu erging auch ein Schrei­ben an das Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um. Nach wie vor bit­ten wir alle Gast­ge­ber, sich an der noch bis zum 06.03.2020 lau­fen­den Blitz­um­fra­ge des DEHOGA Bun­des­ver­ban­des zu den wirt­schaft­li­chen Aus­wir­kun­gen des Coro­na-Virus im Gast­ge­wer­be zu betei­li­gen.

Hier geht es zur Umfra­ge:
https://www.surveymonkey.de/r/dehoga_umfrage_coronavirus

VERSCHOBEN

In die­sem Jahr fin­det die INTERNORGA vom 13.03. — 17.03.2020 statt. Mit unse­ren Part­ner­ver­bän­den DEHOGA Ham­burg, Nie­der­sach­sen, Lip­pe, Bre­men und Schles­wig-Hollstein sind wir wie­der mit einen Gemein­schafts­stand ver­tre­ten.

 

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DEHOGA Club auf der INTERNORGA 2020

Der DEHOGA Club ist der Treff­punkt für die Hotel­le­rie und Gas­tro­no­mie – auch in die­sem Jahr mit dop­pel­stö­cki­ger Loca­ti­on, pro­mi­nent am Ein­gang zur Hal­le B4.OG.

Mitten im Geschehen

Tau­schen Sie sich hier in moder­ner und ent­spann­ter Atmo­sphä­re mit Kol­le­gen aus oder infor­mie­ren Sie sich über aktu­el­le The­men des DEHOGA (Deut­scher Hotel- und Gast­stät­ten­ver­band). Auf Ihren Besuch im Foy­er Hal­le B4.OG freu­en sich die DEHO­GA-Lan­des­ver­bän­de: Ham­burg, Nord­rhein-West­fa­len, Schles­wig-Hol­stein, Bre­men, Nie­der­sach­sen, Lip­pe und Sach­sen-Anhalt.

Link DEHOGA Club

Link Intern­or­ga Tickets

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LVM Ver­si­che­rung

Ver­si­che­rungs­schutz für Hotels und Gast­stät­ten

Die LVM Ver­si­che­rung ver­fügt über das rich­ti­ge Leis­tungs­spek­trum und das nöti­ge Know-how, um dem Gast­ge­wer­be mit einem Spe­zi­al­kon­zept schlüs­si­ge, wirt­schaft­lich ver­nünf­ti­ge Lösun­gen für alle Ver­si­che­rungs­fra­gen zu bie­ten. Von der Haft­pflicht- bis zur Sach­ver­si­che­rung, vom Rechts­schutz bis zur Kraft­fahrt­ver­si­che­rung, von der Berufs­un­fä­hig­keits- bis zur Alters­vor­sor­ge.

Inter­net: www.lvm.de

Ihre Ansprech­part­ner in Sach­sen-Anhalt:

Robert_Maenl_LVM

Robert Mänl
Tel.: (0251) 702 7791 2332
E‑Mail: r.maenl@lvm.de

Thomas_Wiese_LVM

Tho­mas Wie­se
Tel.: (0251) 702 7791 2304
E‑Mail: t.wiese@lvm.de




Einführung der Bettensteuer in Lutherstadt-Wittenberg

(Mag­de­burg, 23. Novem­ber 2017) Am Mitt­woch, den 22.11.2017 wur­de in der 39. Stadt­rats­sit­zung der Luther­stadt Wit­ten­berg eine Bet­ten­steu­er in Höhe von 5 % auf pri­vat ver­an­lass­te ent­gelt­li­che Über­nach­tun­gen in Beher­ber­gungs­be­trie­ben beschlos­sen.
Mit Bedau­ern müs­sen wir fest­stel­len, dass seit einem Jahr die Dis­kus­si­on zur Ein­füh­rung einer Bet­ten­steu­er lief. Es ist nicht gelun­gen bei der Neu­ord­nung des Kom­mu­nal­ab­ga­ben­ge­set­zes eine Auf­nah­me der Welt­kul­tur­stät­te in Sach­sen-Anhalt zu ver­ein­ba­ren. Damit wäre der Weg frei gewor­den, über eine Kur­tax­sat­zung und ent­spre­chen­de Kur­ta­xen zu spre­chen. Dies hät­te die Ein­füh­rung der Bet­ten­steu­er ver­hin­dert.

Wir möch­ten mit dem heu­ti­gen Schrei­ben unse­re Ent­täu­schung über die­sen Beschluss Ihnen direkt mit­tei­len. Es ist für den DEHOGA Sach­sen-Anhalt e.V. und des­sen Mit­glie­dern über­haupt nicht nach­zu­voll­zie­hen, dass trotz des engen per­sön­li­chen Kon­tak­tes zu den han­deln­den Per­so­nen im Minis­te­ri­um für Wirt­schaft, Wis­sen­schaft und Digi­ta­li­sie­rung und der dar­aus ein­her­ge­hen­den jah­re­lan­gen Bekennt­nis gegen eine Ein­füh­rung einer Bet­ten­steu­er in Sach­sen-Anhalt, eine sol­che Ent­schei­dung getrof­fen wur­de.

In meh­re­ren Stu­di­en und Schrei­ben hat sich neben dem DEHOGA Sach­sen-Anhalt e. V. auch die IHK Halle/Dessau aus­drück­lich gegen die Ein­füh­rung der o. g. Steu­er aus­ge­spro­chen, wel­ches bei der Ent­schei­dung der Ein­füh­rung jedoch weder Gehör noch Berück­sich­ti­gung fand.

Wir möch­ten aus­drück­lich dar­auf hin­wei­sen, dass wir die Ein­füh­rung einer zweck­ge­bun­de­nen Abga­be posi­tiv gegen­über stan­den und auch zukünf­tig gegen­über ste­hen wer­den. Eine Bet­ten­steu­er ist unse­res Erach­tens nach eine Benach­tei­li­gung einer ein­zel­nen Bran­che, in dem spe­zi­el­len Fall der Beher­ber­gungs­bran­che. Bei dem Beschluss zur Sat­zungs­än­de­rung wur­de der Gleich­be­hand­lungs­grund­satz nicht beach­tet.

Der Weg der Ein­füh­rung der o. g. Steu­er dient jedoch nicht der zweck­ge­bun­den Ver­wen­dung und kann somit wort­wört­lich zur „Stop­fung der kom­mu­na­len Haus­halts­lö­cher“ ver­wen­det wer­den. Dies sehen wir als äußerst bedenk­lich, da eine geziel­te För­de­rung der Ent­wick­lung sowie dem Erhalt des Tou­ris­mus aus die­ser Steu­er nicht grund­sätz­lich gege­ben ist. Wir sehen dar­in eine gro­ße Gefahr, dass die vor­han­de­nen tou­ris­ti­schen Struk­tu­ren zer­fal­len sowie neue Tou­ris­mus­struk­tu­ren nicht erschlos­sen wer­den kön­nen.

Die beschlos­se­ne Bet­ten­steu­er betrifft vor­wie­gend Über­nach­tungs­gäs­te, die aus pri­va­ten Grün­den in der Stadt ver­wei­len. Die­se Gäs­te haben auf Grund der län­ge­ren Ver­weil­dau­er bereits einen höhe­ren finan­zi­el­len Mehr­wert für die Ein­nah­men der Stadt. Ein Her­an­zie­hen von Über­nach­tungs­gäs­ten ist in der Luther­stadt Wit­ten­berg berech­tigt, da gera­de in der Ver­gan­gen­heit viel in und um Wit­ten­berg in die tou­ris­ti­sche Infra­struk­tur inves­tiert wur­de. Frag­wür­dig bleibt jedoch, war­um nicht auch der Tages­tou­rist mit in die Mehr­ein­nah­men der Stadt  berück­sich­tigt und inte­griert wur­de. Dies wäre über eine Ein­füh­rung einer Frem­den­ver­kehrs­ab­ga­be bzw. Tou­ris­mus­ab­ga­be zwei­fels­frei und auch trans­pa­rent mög­lich gewe­sen, jedoch kei­nes­falls über eine Bet­ten­steu­er.

Wir geben auch zu beden­ken, dass die Ein­füh­rung einer Bet­ten­steu­er in Wit­ten­berg lang­fris­tig eine Ein­füh­rung im gesam­ten Bun­des­land nach sich füh­ren wird, so möch­ten wir bereits heu­te ein­dring­lich dar­auf hin­wei­sen, dass die dar­aus ein­her­ge­hen­de Preis­er­hö­hung (im Fall von Wit­ten­berg 5 %) auf Logis, kei­ne Mehr­ein­nah­me für den Unter­neh­mer bedeu­tet, da die­se Bet­ten­steu­er die markt­üb­li­che Preis­er­hö­hung hemmt. Ein Kun­de wird nicht bereit sein, eine über­durch­schnitt­li­che Erhö­hung zu tra­gen.

Bezug neh­mend auf die bereits heu­te schon vor­herr­schen­den qua­li­ta­ti­ven Situa­ti­on auf Grund von Ertrags­schwä­che, hin­dern Sie den Unter­neh­mer die Prei­se anzu­pas­sen bzw. zu erhö­hen und die Mehr­ein­nah­men in das Unter­neh­men zu inves­tie­ren, um die qua­li­ta­ti­ven Anfor­de­run­gen ver­bun­den mit den Erwar­tungs­hal­tun­gen der Gäs­te zu ent­spre­chen bzw. um am Markt wei­ter Bestand zu haben. Ein mög­li­cher Aus­gleich die­ser Dif­fe­renz wird durch För­der­gel­der gene­riert, was nach unse­rer Auf­fas­sung nicht in Ihrem Sin­ne sein darf.

Abschlie­ßend möch­ten wir nicht uner­wähnt las­sen, dass die Ein­füh­rung der o.g. Steu­er einen enor­men büro­kra­ti­schen Mehr­auf­wand für jeden Hote­lier sowohl auch für die kom­mu­na­le Ver­wal­tung nach sich zieht.

Der Lan­des­ver­band DEHOGA Sach­sen-Anhalt e. V. zieht gemein­sam mit dem DEHOGA Bun­des­ver­band e. V. eine Prü­fung von recht­li­chen Schrit­ten in Betracht und scheut gege­be­nen­falls auch den Weg zum BGH nach Karls­ru­he nicht.

 

Mit freund­li­chen Grü­ßen

Micha­el Schmidt

Prä­si­dent

DEHOGA Sach­sen-Anhalt e.V.

Am ver­gan­ge­nen Don­ners­tag den 17. August 2017 wur­den die Ver­hand­lun­gen zum neu­en Ent­gelt­ta­rif­ver­trag Sach­sen-Anhalt abge­schlos­sen. Die­se Tref­fen hät­ten gut auch sei­tens der NGG zur Kom­mu­ni­ka­ti­on die­ser Punk­te genutzt wer­den kön­nen. Da die­se Ver­hand­lun­gen von Herrn Hol­ger Wil­lem (Geschäfts­füh­rer Regi­on Mag­de­burg) und unter ande­rem Clau­dia Schwa­len­berg (Vor­sit­zen­de Tarif­kom­mis­si­on, DEHOGA Sach­sen-Anhalt) geführt wur­den, wun­dert sich Schwa­len­berg über die­se Aus­sa­gen kur­ze Zeit spä­ter. Es kann nur zu Lösun­gen füh­ren kann, wenn auch der Weg zur Lösung gesucht und ver­han­delt wird. Das Schwei­gen, wenn man den Ver­tre­tern des DEHOGA Sach­sen-Anhalt direkt gegen­über sitzt, ist dem in der Mit­tei­lung zu ver­neh­men­den Kampf­geist nicht gleich zu set­zen, sagt Clau­dia Schwa­len­berg.

Den Schwer­punkt auf die Nach­wuchs­för­de­rung zu set­zen, das ist seit vie­len Jah­ren eines der Haupt­zie­le des Ver­ban­des. Erfolg­rei­che regio­na­le Meis­ter­schaf­ten, Lan­des- und Bun­des­meis­ter­schaf­ten zäh­len dazu, um die Begeis­te­rung und sehens­wer­ten Ergeb­nis­se einer Aus­bil­dung in der Hotel­le­rie- und Gas­tro­no­mie auch posi­tiv nach außen zu tra­gen. Der Weg­fall von vie­len gas­tro­no­mi­schen Anbie­tern, gera­de im länd­li­chen Raum, hat natür­lich auch zum Weg­fall von Aus­bil­dungs­be­trie­ben geführt. Das ist aber nicht den schlech­ten Arbeit­ge­bern anzu­rech­nen, son­dern auch eine Aus­wir­kung des demo­gra­fi­schen Wan­dels. Die­ser macht weder vor unse­rer Bran­che noch vor vie­len ande­ren Bran­chen halt.

Link zur kom­plet­ten Pres­se­mit­tei­lung

Im Rah­men des ESF-Bun­des­pro­gramms (BMAS) „Fach­kräf­te sichern – wei­ter­bil­den und Gleich­stel­lung för­dern“ nah­men die Euro-Schu­len Sach­sen-Anhalt Süd GmbH im Som­mer 2015 an einem bun­des­wei­ten Ide­en­wett­be­werb teil. Unter den mehr als 130 Inter­es­sen­be­kun­dun­gen und letzt­lich nur 37 Teil­neh­mern, die einen Antrag ein­rei­chen durf­ten, erhielt ihr Pro­jekt „Beruf­li­che Kom­pe­tenz­ent­wick­lung und Reten­ti­on- Manage­ment im Hotel- und Gast­stät­ten­ge­wer­be (HoGA.Retention)“ neben 16 wei­te­ren Pro­jek­ten den Zuschlag.
Die Euro-Schu­len Sach­sen-Anhalt Süd GmbH setzt ihre Pro­jekt­idee unter dem Logo Qua­li­tät durch Qua­li­fi­zie­rung um. Betei­li­gen kön­nen sich an die­sem Pro­jekt, wel­ches bis Ende 2018 geför­dert wird, Mit­glie­der des Ver­ban­des DEHOGA Sach­sen-Anhalt e.V. .
Dabei hat Reten­ti­on Manage­ment (engl. Reten­ti­on = Bei­be­hal­tung) nicht nur das Ziel, die eige­nen Mit­ar­bei­ter nach­hal­tig zu moti­vie­ren, son­dern sie sogar zu begeis­tern und sie dadurch mög­lichst lang­fris­tig ans Unter­neh­men zu bin­den. Der Per­so­nal­erhal­tung kommt mitt­ler­wei­le eine immer bedeu­ten­de­re Rol­le im Manage­ment zu. Ein Grund dafür ist, dass der Wert des Wis­sens der Mit­ar­bei­ter heut­zu­ta­ge einen sehr hohen Stel­len­wert ein­nimmt. Mit­ar­bei­ter, die ein Unter­neh­men ver­las­sen, bedeu­ten auch immer einen Ver­lust von Wis­sen. Zum ande­ren sor­gen Fak­to­ren wie der Demo­gra­phi­sche Wan­del dafür, dass dem Arbeits­markt immer weni­ger Per­so­nal zur Ver­fü­gung steht. Das Reten­ti­on Manage­ment ist somit heu­te zu einer exis­ten­zi­el­len Fra­ge für Unter­neh­men gewor­den.
Ziel des Pro­jek­tes ist zum einen die beruf­li­che Kom­pe­tenz­ent­wick­lung von Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern im HoGa-Gewer­be, die ziel­grup­pen­spe­zi­fi­sche Qua­li­fi­ka­ti­on ent­spre­chend des unter­neh­mens- und per­so­nen­spe­zi­fi­schen Bedarfs zu den The­men: Event­ma­nage­ment, Spra­chen, Public Rela­ti­ons und die Ent­wick­lung der inner­be­trieb­li­chen Orga­ni­sa­ti­on. Dabei kann die Euro-Schu­len Orga­ni­sa­ti­on auf lang­jäh­ri­ge Erfah­run­gen in der beruf­li­chen Aus- und Wei­ter­bil­dung im HoGa-Bereich und kom­pe­ten­te Part­ner zurück­grei­fen.
Im Rah­men des Pro­jek­tes nah­men die ver­ant­wort­li­chen Mit­ar­bei­ter bereits erfolg­reich an einer zwei­tä­gi­gen Aus­bil­dung zum Qua­li­täts­coach-Ser­vice Qua­li­tät Deutsch­land, orga­ni­siert vom Tou­ris­mus­ver­band Sach­sen-Anhalt e. V., teil.
Wei­te­re Infor­ma­tio­nen erhal­ten Sie bei Frau Sabi­ne Stab­bert-Kühl, Euro-Schu­len Sach­sen-Anhalt Süd GmbH unter stabbert-kuehl.sabine@eso.de.