Kriminelle fordern unter falschem Namen zu Zahlungen auf

Aktuell kursieren betrügerische Schreiben und E-Mails, die aussehen, als kämen sie von der BGN oder der DGUV. Tatsächlich handelt es sich aber um Fälschungen – mit dem klaren Ziel, Unternehmen zu Zahlungen zu bewegen, die es nie hätte geben dürfen.

Was genau steckt dahinter?

Die Masche ist raffiniert: In den Schreiben geht es zum Beispiel um eine angebliche „Pflicht zur Anbringung eines Augenspülstation-Schildes“ oder um eine „wichtige Zahlungsaufforderung“ für eine solche Station. In einigen Fällen wird sogar von einer neuen „DIN-konformen Augenspülstation“ gesprochen, für die eine Rechnung beiliegt.

Neu ist außerdem eine weitere Variante: Ein Schreiben mit dem Absender „DGUV – Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung“, in dem die Einführung eines „digitalen Präventionsmoduls“ angekündigt wird. Dieses soll ab dem 1. Juli 2025 verpflichtend sein – angeblich sogar mit Beitragssenkung.

Wichtig ist: Keines dieser Themen stammt von der BGN oder DGUV. Es gibt kein Pflichtmodul, keine Beitragssenkung und keine Rechnungen für Materialien wie Schilder.

Warum diese Schreiben so gefährlich sind

Die Fälschungen sind täuschend echt gestaltet – mit offiziellem Briefkopf, professioneller Sprache und sogar Telefonnummern, unter denen sich angeblich die BGN meldet. Wer dort anruft, landet höchstwahrscheinlich in einem ausländischen Callcenter.

Auch die E-Mail-Adressen wirken vertrauenswürdig, zum Beispiel berufsgenossenschaft-nahrungsmittel-gastgewerbe.com – eine Domain, die auf die echte Website weiterleitet, aber nicht zur BGN gehört.

Inzwischen nutzen die Betrüger unterschiedliche Domains. Die BGN hat bereits reagiert und entsprechende Schritte eingeleitet.

Was Sie tun sollten – und was nicht

Zahlen Sie auf keinen Fall! Die BGN verschickt grundsätzlich keine Rechnungen für Materialien, Seminare oder Schilder.

Wenn Sie ein verdächtiges Schreiben erhalten oder womöglich schon gezahlt haben, wenden Sie sich bitte direkt an uns:
E-Mail: kommunikation​[at]​bgn.de

Wir unterstützen Sie dabei, den Fall bei den zuständigen Behörden zu melden. Sie erhalten von uns das entsprechende Aktenzeichen und die richtigen Kontakte für eine Strafanzeige.

Bei Unsicherheit – einfach nachfragen

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob ein Schreiben oder Anruf wirklich von uns stammt:
Unser Team an der Präventions-Hotline hilft Ihnen gerne weiter.
Telefon: 0621 4456-3517